Legasthenie

Unter Legasthenie (Dyslexie) versteht man eine stark ausgeprägte Schwäche des Lesens und/oder Schreibens, die nicht auf mangelnde Intelligenz und unzureichende Förderung zurückzuführen ist. 

Mit mangelnder Intelligenz hat eine Legasthenie nichts zu tun.

Legasthene Menschen sind weder lernschwach noch lerngestört.

 

Die Stärken eines Lernenden sind Anknüpfpunkte, um seine Schwächen abzubauen.

Besonders wichtig ist eine Förderung in jungen Jahren.

Die Legasthenie ist eine ernst zu nehmende Entwicklungsbeeinträchtigung, die sich nicht einfach auswächst.

Sie ist mit einem erhöhten Risiko für schulische Misserfolge und sozial-emotionalen Folgeprobleme verknüpft. 

 

 

Legasthenie erkennen

Eine Früherkennung ist immer sinnvoll, so können entsprechende Hilfen und Übungsmassnahmen eingeleitet werden, sodass es zu einer geringeren Ausprägung der Symptomatik kommt. 

 

 

Dies wirkt sich auch auf den psychischen Bereich aus, denn Schulangst, Versagensprobleme sowie zahlreiche Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Kindern müssen erst gar nicht entstehen. 

Aufbau einer Legasthenie - Trainingsstunde

Ein legasthener Mensch kann durch ein individuelles und umfassendes Training das Lesen, Schreiben erlernen.

Alleiniges Üben an den Fehlern nützt nichts.

Unser Vorgehen ist nie statisch und wird an das Bedürfnis des Klienten angepasst, bei jedem liegt eine unterschiedliche Symptomatik vor.

Inhalte einer Legasthenie - Trainingsstunde

  • Aufmerksamkeitsübungen
  • Training der verschiedenen Sinneswahrnehmungen, als wichtige Grundlage für die Entwicklung des Sprachverständnisses und der Kognition
  • individuelle lernerschwerende Defizite, wenn möglich, zu reduzieren
  • spezifische Schriftsprachfertigkeiten systematisch auf- und auszubauen, um dadurch auch Folgeproblemen entgegenwirken zu können
  • phonologisches Wissen
  • Übungen im Symptombereich; orthografisches Wissen

Erwachsene und Legasthenie

Die Tatsache ist, dass man auch legasthenen Menschen, die bereits erwachsen sind, noch gezielt helfen kann, mit dieser Problematik fertig zu werden. 

 

Auch bei Erwachsenen ist es glücklicherweise möglich ein Legasthenietraining zu gestalten. Doch so einfach es klingt, so schwierig, aufwendig und zeitintensiv ist es. Der legasthene Mensch bleibt ein Leben lang legasthen. 

 

 

 

Psychische Begleitsymptome

Nicht unbeachtet sollten die psychischen Folgen einer Legasthenie sein:

  • geringes Selbstwertgefühl
  • depressive Verstimmungen
  • Ängste
  • Aggressionen